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Organisationen erfinden eigene Lösungen

In der heutigen, teilweise komplexen, Organisationsumwelt sind viel bessere ‑ weil passende ‑ Lösungen solche die selbst erfunden werden. Vielfältige Wirtschaftszusammenhänge, technologische Möglichkeiten und die eigene Dynamik der Organisation und der darin vorhandenen Menschen übersteigen jeden Ansatz des Verständnisses von einfachen Ursache und Wirkung Zusammenhängen. Durch die Vernetzung der Elemente einer Organisation wie auch der weltweiten Vernetzung von Elementen anderer Organisationen, der Wirtschaft und der Welt mit ihren unterschiedlichen Kulturen und sozialen Systemen, entstehen Umfelder die in ihrer Funktion und Gesamtheit als komplexe Systeme unwahrscheinlich zu verstehen sind.

Ein mehr desselben, die Verstärkung bisheriger Anstrengungen durch ein mehr an bereits getätigten Handlungen wie mehr Innovation, mehr Technologie und mehr Organisation kann in solch einem Umfeld nur die bereits beobachteten Resultate verstärken. „Wenn etwas funktioniert, mache mehr desselben – Wenn etwas nicht funktioniert, mache etwas anderes“ erlaubt in einem sich kontinuierlich verändernden Umfeld viable – sich als gangbar erweisende – Wege zu finden.

Eine große Herausforderung ganz speziell für Unternehmen die technologische Infrastruktur für die Organisationsleistung benötigen. Infrastrukturen deren Investitionsdauer von wenigen Jahren, wie bei IT-Lösungen, bis zu Jahrzehnten, wie bei Industrieanlagen, reichen können. Zeitrahmen in denen sich Umfelder mehrmals ändern können und dies auch tatsächlich beobachtbar tun.

Menschen stellen die Verbindung dar zwischen der technologischen Infrastruktur, dessen Statik im Sinne von Ausführung und Funktion bereits bei dessen Projektbildung festgelegt wurden, und dem aktuellen Umfeld. Diese Menschen erfahren ein mehr oder weniger an Spannung. Je nach dem ob die Infrastruktur nun für das aktuelle Umfeld von ihnen als passender oder unpassender erkannt wird. Reine organisatorische Umstellungen als Ursache erbringen hier nun keine Garantie dafür als Wirkung eine bessere Passung innerhalb des aktuellen Umfeldes zu erzeugen. Denn die technologische Infrastruktur kann davon ja auch unberührt bleiben.

Die Selbstgestaltung der Menschen ist es nun, die diese Spannungen dynamisch ausgleichen zu suchen. Auch “Autopoiese” als Theorie genannt, leistet diese Selbstgestaltung eine Fortsetzung der Geschichte des individuellen Menschen. Diese Selbstgestaltung wird als die spezielle Organisationsform von Lebewesen gesehen. Autopoiese geht davon aus, dass Lebewesen wohl auf das reagieren was ihnen begegnet, aber sie begegnen diesem nur so, wie sie selbst strukturiert sind. Somit also die eigene Struktur des Menschen dessen Reaktion bestimmen, Strukturen die sich aus den Erfahrungen der Praxis des Menschen mit seinem Umfeld ergeben.

Im Organisationskontext entstehen durch diese Selbstgestaltung neue Handlungen, die für einen Beobachter möglicherweise seltsam anmuten, aber für den Handelnden durchaus Sinn machen. Einzelne, auf Individuum oder Team beschränkte Handlungen können aber durchaus unbeabsichtigte Nebenwirkungen auslösen, welche weitere Beteiligte dazu bringen in ihrer Selbstgestaltung wiederum neue Handlungen zu setzen. Ein zuvor abgestimmter Prozess zerläuft somit und erzeugt ein gemeinschaftliches Problem anstatt einer Lösung. Produktionsprozesse leiden in ihrer Qualität, weil „die da vorne wieder irgendetwas anders gemacht haben“ und „wir hier jetzt uns mit dem herumschlagen müssen“. Dies kann für Produktionsprozesse genauso gelten wie für die technische Konzeption der darin verwendeten Anlagen und Technologien.

Technologische Prozesseinrichtungen und deren Konzepte können hier bereits die weiteren Handlungsmöglichkeiten beschränken, seien es kurzfristig angebrachte oder mittelfristig notwendige. Damit Technologie hier nun ermöglichend statt verhindert wirken kann, benötigt es dazu zukunftsorientiert offene technologische Infrastrukturen welche Handlungsalternativen in noch unbekannten Umfeldkonstellationen ermöglichen. Um den Menschen in der Organisation zu erlauben wieder ihre Aufmerksamkeit auf das Unternehmensumfeld und die damit verbundenen Handlungen zu richten, anstatt sich Defiziten der eigenen Infrastruktur zu widmen. Flexiblere Anpassung an kurzfristige Veränderungen des Umfelds anstatt dem wiederkehrenden Auftreten von Problemen könnte eines der Resultate sein.

Als Unternehmensbegleiter verfügt PILLWAX Industrial Solutions Consulting über speziell erarbeitete Methoden welche in Zusammenarbeit mit einer Organisation diese in die Lage versetzen zukunftsorientierte Lösungswege zu erfinden. International erfahren im Bereich der Industrie, Anlagenbau und Technologie, erfolgt die Arbeit mit der Organisation als Experte des eigenen Umfeldes in allen Phasen technologischer Investitionen und Innovationen.

Wenn ein Team seinen Sinn verloren hat, sollte man es in Frieden sterben lassen.
Fritz Simon (Zusammen sind wir blöd)
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