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Einfach blöde Investitionen

Wir haben eine neue Sichtweise mit Methoden entwickelt in der wir Investitionsprojekte von Industrieunternehmen als Veränderungsprozess sehen, innerhalb derer das Unternehmen von seiner aktuell erlebten Situation in eine neue Umgebung findet.

Dies erlaubt Unternehmen die Wahrscheinlichkeit einfach blöder Investitionen zu beeinflussen und anstatt dessen mit intelligenten Vorhaben das Unternehmen zukunftsorientiert überlebensfähig zu gestalten.

Ein mancherorts schon gehörter Ausspruch nach Ende eines Projektes in dem in neue Anlagen oder Implementation neuer, andersartiger oder weiterer Technologien investiert wurde, als Ausdruck der Reflexion an den gewonnen Nutzen des gehabten Vorhabens: "Eine einfach blöde Investition....".

Was ist nun "blöd" daran? Das Resultat der Investition, oder der Betrachter der sich selbst als zu unintelligent sieht um damit umzugehen, oder "zu blöd" das es jetzt eigentlich nicht genau das ist was wir uns am (Anfang) "erwartet" haben.

Oder vielleicht einmal ganz anders ausgedrückt: "All der Aufwand, die Mühen, das Geld, die emotionale Energie und Lebenszeit...  ...für das?" mit einem kritischen Blick auf das nun in Betrieb gegangene Werk. Danach verändern sich spontan Organisationsprozesse hin zu etwas neuem denn das neue "Ding" tut Dinge anders als wir es vorhin gewohnt waren und "es" geht nicht mehr so wie es bis vorhin (mit dem vorherigen) gegangen ist. Das Resultat solcher, von der Realisierung eines teuren Werkzeuges ausgelösten, Selbstorganisationsprozesses ist unvorhersehbar mit doch einem Ziel - der Wiederherstellung des Ausgangszustandes.

Ähnlich demjenigen dem sein Fahrrad gegen ein Auto getauscht wird und dieser damit auch weiterhin nur kurz um die Ecke zum Einkaufen fährt, obwohl ihn doch der neue Untersatz viel weiter bringen könnte. Aber es kommt denjenigen ja gar nicht in den Sinn das er das macht, denn wozu auch - er hätte es "ja immer schon so gemacht".

Bei einer Veränderung der technischen Ausstattung eines Unternehmens, passt sich das menschliche Umfeld dieser Maschinen an. Oder eben nicht und wir können zunehmend "Beschwerden" darüber aufnehmen was an den Maschinen doch alles noch kaputt ist und wieder "hergestellt" werden sollte. Ein Versuch diese Notwendigkeit an Veränderung zu umgehen. Ein Kreislauf mit dem Ziel des Selbsterhaltes einer bislang erlebten Wirklichkeit, auch als autopoietisches Verhalten von Systemen bezeichnet.

Dies führt dann dazu das es auf einmal zu einer Unterscheidung kommt, nämlich zwischen denjenigen die mit der neuen Investition des Unternehmens umgehen können - und denjenigen die damit Schwierigkeiten erhalten. Ja und was wird dann mit den damit erhaltenen "schwierigen" Mitarbeitern geschehen? Eine Nachschulung, oder auch eben einfach....

Was sich also mit einem einfachen Technologieprojekt alles einkaufen läßt ist doch mehr als gemeinhin im ersten Moment gedacht. Folge- und Nebenwirkungen die von dem rein technischen Ziel des Projektes aus nicht gesehen werden und sich auch vor der Sicht der Organisation verbergen können. Oder noch ausgeprägter, ein Projekt mit keinerlei Innovation wie auch immer. Als da jeder bereits zu Beginn - als lebende Autopoiese - eine Gemeinsamkeit in Gedanken haben: Konservieren was ist. Und all das neue, das sich später als hilfreich herausstellen könnte oder das sich in Zukunft als entscheidend zeigt, es erlangt keine Beachtung. Nein, es wird beiseite geschoben als "derzeit zu schwierig", als zu neu als das es sich derzeit begreifen läßt. Später vielleicht wäre es gut zu haben, aber dann... nun dann ist das Projekt schon beendet, es ist verschwunden.

Durch die Verbindung von Systemtheorie, dem Betrachten von Organisationen als soziale Systeme und der technischen Expertise aus den Bereichen Industrieanlagenbau, Automation und Informationstechnologie ist es PILLWAX Industrial Solutions Consulting gelungen einen neuen Ansatz für die Steuerung solcher Projekte zu schaffen.

Einige Merkmale dieses begleitenden Prozesses sind:

  • Ausbildung von substantierten Merkmalen an denen erkannt wird ob und wie weit das gedachte Ziel der Investition erreicht wird.
  • Betrachtung der möglichen Nebeneffekte die aus dem Projekt entstehen können und deren begleitende Klärung ob die Nebeneffekte das Vorhaben wert sind.
  • Organisation der notwendigen Ressourcen und Realisierung eines Zugriffsrahmens zu diesen für bessere Koordination zwischen Projektaufgaben und den Aufgaben des täglichen Geschäftes.
  • Identifizierung der Projektbetroffenen und Betrachtung der Auswirkungen des Projektes auf diese.

 

Diese Vorgangsweise der externen Steuerung eines Projektes erlaubt die laufende Anpassung der Organisation an die kommende Technologie, die Ausbildung eines intelligenten technischen Projektes und die von Beginn an fortführende Lernerfahrung. Mit dem Ziel das kurz nach Inbetriebnahme des Projektes der Auspruch "Ist so als hätten wir das schon immer so gemacht" vernommen werden kann. Eine gelungene Veränderung also.

 

Über Probleme zu reden erzeugt Probleme. Über Lösungen zu reden erzeugt Lösungen.
Steve de Shazer
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